Erfolgreicher Auftritt des S.K.I.D. beim Friendship Cup 2026 in Italien

Am 24. und 25. Januar fand der 1. Friendship Cup in Igea Marina (Italien) mit insgesamt 12 Nationen statt. Das Turnier trug in den letzten Jahren den Namen „Groselle Cup“ und wurde in diesem Jahr in „International Friendship Cup“ umbenannt. Das Turnier zum Jahresbeginn wird bereits seit vielen Jahren vom deutschen Team besucht und ist mittlerweile fest in den Wettkampfkalender integriert.

In diesem Jahr reiste krankheits- und verletzungsbedingt nur eine kleine Delegation des SKID per Flugzeug aus NRW sowie per Auto aus Sachsen und Bayern an. Das deutsche Team bestand aus zwei langjährigen Nationalteammitgliedern sowie drei erfahrenen Kampfrichtern und wurde von allen Beteiligten als erste Vorbereitung auf die im November in der Türkei stattfindende Weltmeisterschaft genutzt.

Bereits bei der Ankunft während des dreitägigen Aufenthalts wurde das Turnier seinem Namen „Friendship“ vollauf gerecht und bereitete den deutschen Karateka am Austragungsort einen herzlichen Empfang. Nach dem Bezug der Zimmer, einem gemeinsamen Abendessen sowie dem Austausch mit Gleichgesinnten aus anderen Nationen war die Vorfreude auf den Turniertag groß.

Nach der morgendlichen Kampfrichterbesprechung erfolgte der Einmarsch der zwölf startenden Nationen: Belgien, Tschechien, Dänemark, Deutschland, England, Griechenland, das Gastgeberland Italien, Holland, Rumänien, Slowenien, die Schweiz und die Ukraine. Im Anschluss an die Begrüßungsworte des Verbandspräsidenten sowie des Bürgermeisters der Stadt Bellaria-Igea Marina wurde das Turnier mit einem gemeinsamen Gruß an den italienischen Bundestrainer Masaru Miura (10. Dan) sowie an Shuseki Manabu Murakami (8. Dan), den SKIF Chief Instructor aus Tokio, offiziell eröffnet.

Emilio Torres trat in den Kategorien der Herren Seniors an, Marcus Ebertseder startete bei den Herren Masters. Die drei deutschen Kampfrichter Erkan Kemir, Roy Richter und Andreas Trautwein wurden von der Schiedsrichterkommission auf Pool 1, 3 und 4 eingesetzt.

Marcus Ebertseder bei der Siegerehrung

Emilio Torres schied sowohl in Kata als auch in Kumite bereits in den Vorrunden aus, konnte jedoch wertvolle Erfahrungen für die kommenden Turniere sammeln. Marcus Ebertseder sicherte sich mit seiner Finalkata Nijushiho den 1. Platz und erreichte nach spannenden und knappen Kämpfen den 4. Platz im Kumite.

Eine besondere Ehre wurde Andreas Trautwein zuteil: Nach klaren und vorbildlichen Entscheidungen in den Vorrunden durfte er die Finalkämpfe im Herren-Kumite als Shushin (Hauptkampfrichter) leiten.

Im Anschluss ließ die internationale Karate-Familie den Turniertag bei der gemeinsamen Sayonara-Party im zentralen Hotel ausklingen. Die teils über 1.000 Kilometer lange Rückfahrt gestaltete sich dank vieler interessanter Gespräche äußerst kurzweilig und verging trotz winterlicher Bedingungen wie im Flug.

Erfolgreicher Auftritt des S.K.I.D. beim Friendship Cup 2026 in Italien Weiterlesen
Der deutsche Nationalkader war zu Gast beim Dojo Hosokawa und absolvierte in Belgershain sein erstes intensives Trainingswochenende auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2026 in Antalya.

Dojo Hosokawa empfängt Nationalkader

Am Wochenende des 17. und 18. Januar durfte das Dojo Hosokawa des SV Belgershain 1863 gemeinsam mit dem Verein Dorfleben Köhra e. V. einen besonderen Gast begrüßen: den deutschen Nationalkader des S.K.I.D.

Das Trainingswochenende markierte den offiziellen Start der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2026 im Shotokan Karate, die vom 9. bis 15. November 2026 in Antalya (Türkei) ausgetragen wird. Entsprechend hoch war die Intensität der Einheiten, in denen die Athletinnen und Athleten gezielt an ihren technischen, taktischen und konditionellen Fähigkeiten arbeiteten.

Der deutsche Nationalkader war zu Gast beim Dojo Hosokawa und absolvierte in Belgershain sein erstes intensives Trainingswochenende auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2026 in Antalya.

Im Mittelpunkt standen sowohl Kata als auch Kumite , ergänzt durch umfangreiche Athletik- und Konditionseinheiten. Unter fachkundiger Anleitung der Nationalcoaches wurde an Präzision, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer gefeilt – grundlegende Voraussetzungen für eine erfolgreiche internationale Wettkampfsaison.

Für die notwendige Energie während der anspruchsvollen Trainingseinheiten sorgte Dorfleben Köhra e. V., der die komplette Verpflegung der Sportlerinnen und Sportler übernahm. Diese Unterstützung trug maßgeblich zu einem reibungslosen und erfolgreichen Ablauf des Wochenendes bei.

Das Dojo Hosokawa und alle Beteiligten blicken auf ein äußerst gelungenes und motivierendes Trainingswochenende zurück und sind stolz darauf, einen Beitrag zur Vorbereitung des deutschen Nationalkaders auf die Weltmeisterschaft 2026 geleistet zu haben.

Dojo Hosokawa empfängt Nationalkader Weiterlesen

Internationales Kampfrichterseminar in Unterschleißheim

Am ersten Oktoberwochenende lud der deutsche Verband S.K.I.D. e. V. nach Unterschleißheim ein, um an drei intensiven und abwechslungsreichen Tagen die nächsten Kampfrichterinnen und Kampfrichter des Landes auszubilden.

Geleitet wurde der Lehrgang von den internationalen Kampfrichterprüfern Gitte Bjørn (Schweiz), Antonio Racca (Schweiz) und Eugen Landgraf (Deutschland).

Der Einladung folgten neben zahlreichen deutschen Schwarzgurten auch Mitglieder des österreichischen Verbandes. Diese internationale Beteiligung trug wesentlich dazu bei, den fachlichen Austausch und den Zusammenhalt beider Nationen weiter zu stärken.

Die Teilnehmer des Kampfrichterseminars in Unterschleißheim
Die Teilnehmer des Kampfrichterseminars in Unterschleißheim

Im Rahmen des Wochenendes stand sowohl die theoretische als auch die praktische Ausbildung im Mittelpunkt. In beiden Bereichen wurden abschließend Prüfungen abgelegt. Nach erfolgreichem Bestehen der schriftlichen und praktischen Tests konnten zahlreiche Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre neuen Lizenzen in Empfang nehmen – und sind nun berechtigt, europaweit und international auf Turnieren als Kampfrichterinnen und Kampfrichter tätig zu sein.

Ein besonderer Dank gilt der Prüferkommission, allen Teilnehmenden sowie Andy Schnirel (Edo München), Marco Wäger (Edo Berlin) und Andreas Brodinger (Österreich), die als Trainer gemeinsam mit ihren Kämpferinnen und Kämpfern den Lehrgang tatkräftig unterstützten.

Ebenfalls großer Dank geht an das Dojo Edo München, das als Ausrichter im Auftrag des S.K.I.D. e. V. für eine reibungslose Organisation der Veranstaltung sorgte.

Internationales Kampfrichterseminar in Unterschleißheim Weiterlesen
50. Jahre SKID - Jubiläumsfeier in Prina

50 Jahre S.K.I.D. – Sommergasshuku 2025 als Jubiläums-Highlight in Pirna

Vier Tage voller Schweiß, Energie und Gemeinschaft: Vom 31. Juli bis 03. August 2025 wurde Pirna erneut zum Treffpunkt für über 250 Karateka aus ganz Deutschland. Das Sommergasshuku des S.K.I.D. e.V., wie im Vorjahr ausgerichtet vom Dojo Sakura Pirna unter Leitung von Tilo Wolf, bot eine perfekte Mischung aus intensivem Training und freundschaftlichen Begegnungen.

Unter der Schirmherrschaft von Bundestrainer Akio Nagai Shihan leiteten mit Manabu Murakami Susheki Shihan und Yazuyuki Aragane Sensei zwei herausragende Gasttrainer das Training. Jeder von ihnen brachte seine eigene Handschrift in den Trainingseinheiten ein.

Murakami Shihan ist seit Jahren regelmäßiger Gasttrainer des Sommergasshuku und faszinierte gewohnt durch seine didaktischen Fähigkeiten und seiner Detailgenauigkeit im Kihon, Kumite und Kata. Immer wieder verdeutlichte er, wie entscheidend die richtige Verbindung von Technik, Schwerkraft, Körpergewicht und -achsen ist, um Geschwindigkeit und Kraft zu generieren. Gasshuku-Veteranen hörten seinen Spruch „You punch with your legs and you kick by your hands“ nicht zum ersten Mal. 

Der Weltcheftrainer und mehrfache Weltmeister des S.K.I.F. sorgte trotz seiner 59Jahre mit seinen Demonstrationen und Fähigkeiten, wie gewohnt für viele Aha-Momente bei allen Teilnehmern. An allen vier Tagen des Gasshukus betonte er immer wieder die Wichtigkeit des sorgfältigen Trainings der Karate-Stände und -Grundtechniken. Er achte sehr auf Etikette – ermahnte alle stets ihr Bestes zu geben! Sein “train hard now – be happy later” und die Aussage, dass sein Karate nicht abhängig davon ist, wie gut WIR mitmachen, brachten einige Teilnehmer zum Schmunzeln, und wohl noch mehr dazu, gründlich darüber nachzudenken. 

Zum ersten Mal seit 2019 war Aragane Sensei wieder beim Gasshuku und er brachte Dynamik in die Halle. Mit eher ungewöhnlichen Angriffstechniken, die ein präzises Timing und die richtige Distanz erforderten, forderte er beim Kumite sowohl Weiß- als auch erfahrene Schwarzgurte heraus. Als Abwehrtechniken wurden sowohl Grundtechniken als auch verschiedene Wurf- und Hebeltechniken geübt. Sein Credo: Nur wer wirklich angreift, ermöglicht seinem Partner ein echtes Training. Immer wieder erinnerte er die Teilnehmer daran, dass sie langsamer, dafür aber korrekt angreifen müssen.

Eugen Landgraf Sensei und Antonio Ceferino Sensei standen den Teilnehmern an allen vier Tagen mit Rat und Tat zur Seite und erklärten so geduldig Details und Feinheiten der aktuellen Übungen, dass wir gerne auch einige zusätzliche Trainingseinheiten bei diesen beiden deutschen Spitzentrainern genossen hätten. 

Neben dem Training steht bei jedem Sommergasshuku auch die Geselligkeit im Vordergrund. Der Donnerstagabend stand zur freien Verfügung und so nutzten die Dojo die Möglichkeit, alleine oder mit anderen Dojo zusammen den Abend zu gestalten. Am Freitagabend traf man sich im Pirnaer Brauhaus, wo sich alte Freunde und neue Bekannte in entspannter Atmosphäre austauschen.

Die Sayonara Party am Samstag bot gleich mehrere Gründe zum ausgelassenen Feiern. Zum einen feierten zahlreiche Karateka die bestandenen Kyu- und Dan-Prüfungen, die wie immer am Samstag gleichzeitig zum Training durchgeführt worden waren. Das Highlight war natürlich das 50.-jährige Bestehen des Verbandes, dem S.K.I.D. e.V.. Gut durchs Buffet versorgt (gekrönt durch leckere Eistorten), mit reichlichen Getränken und vielen ausgelassenen Gesprächen und nicht zuletzt Dank der super Organisation und großen Einsatzes des Dojo Sakura, wurde es ein extrem kurzweiliger Abend! Ein Jubiläumsvideo mit historischen Aufnahmen ließ die bewegte Geschichte seit der Gründung durch Nagai Shihan im Jahr 1975 lebendig werden. Zahlreiche langjährige Weggefährten wurden für jahrzehntelange Treue geehrt. Sichtlich gerührt und umrahmt von den vielen mit Jubiläum-Shirt ausgestatteten Teilnehmern und den vielen Dojo-Bannern, bedankte sich Nagai Shihan mit einer kleinen Gesangseinlage.

Nach einem abschließenden schweißtreibenden Training am Sonntagmorgen, war das Sommergasshuku auch schon wieder vorbei. Das Sommergasshuku 2025 in Pirna bleibt nicht nur als ein Trainingsevent in Erinnerung, sondern als ein Fest der Karategemeinschaft, das Tradition, Technik und Zusammenhalt auf einzigartige Weise verband.

50 Jahre S.K.I.D. – Sommergasshuku 2025 als Jubiläums-Highlight in Pirna Weiterlesen
Die Teilnehmer des int. Seminar 2025 in Tokio

Internationales Seminar 2025

Auch in diesem Jahr fand wieder ein Internationales Seminar in Tokio statt. Wie es schon Tradition ist, fiel es auf den Beginn der Kirschblüte. Vom Freitag, den 28. bis zum Sonntag, den 30. März trafen sich weltweit angereiste Karateka, um gemeinsam zu schwitzen, zu lernen und auch zu feiern. Zu diesem Anlass reisten vom SKID Markus Boy und ich von unseren heimatlichen Dojo Reckenfeld und Leipzig an, um mit persönlichem Engagement unsere Sicht International zu festigen.

Das 3-tägige Seminar wurde geleitet durch Kancho Nobuaki Kanazawa, Shuseki Shihan Manabu Murakami (Ausbilder des SKIF-Hauptquartiers) und Schiedsrichterdirektor Eikichi Saito. Unter den Gästen zählten Shihan Masaru Miura (Italien), Shihan Akio Nagai (Deutschland), Shihan Rikuta Koga (Schweiz) und Hiroshi Ishikawa (Mexiko).

Bereits 2023 und 2024 habe ich an diesem Lehrgang teilgenommen. Wenn ich die Trainingsinhalte der Lehrgänge vergleiche, finden sich solche, die sich stetig wiederholen, auf die also ein besonderes Augenmerk gelegt wird. Hierzu zählen Kihon, die Methodik des Trainings mit Kindern und Kata. Insbesondere bei den Kata wurde besonderer Wert auf die korrekte SKIF-Ausführung gelegt, was dann auch für die jeweils am Freitag und Samstag nach dem Training durchgeführte Kampfrichterausbildung wichtig war. Ansonsten wurden die von Murakami Shihan auch bei den Lehrgängen in Deutschland stetig wiederholten 3 Prinzipien der Kata vertieft und neu beleuchtet. Anders als in den beiden vorangegangenen Jahren wurden nicht die „Zusatzkata“ geübt. Der Schwerpunkt lag mehr auf den „Standard-Kata“ für Prüfungen und Wettkämpfe. Hier wurden zahlreiche Feinheiten und Details in den Mittelpunkt gerückt und in Anwendungsbeispielen erläutert und geübt. Danach wussten wir einmal mehr, wieviel es noch zu lernen und zu üben gibt, insbesondere im Hinblick auf internationale Vergleiche.

Dem Seminar „vorgeschalten“ war eine spezielle Trainingseinheit, die am Donnerstag stattfand. Trainingsort war erstmals nicht das Hombu Dojo, sondern ein Tempel im Herzen von Tokio. Dieser war mir nicht unbekannt. Bei der WM 2006 waren wir in einem Hotel in unmittelbarer Nähe untergebracht. Das Nationalteam hatte ihn als Kulisse für das „Dankeschön Foto“ für Nagai Shihan ausgewählt.

Ich hatte das Glück, einen der begehrten 20 Plätze in dieser Gruppe zu ergattern. Dieses Training wurde in der ersten Hälfte von Kancho Kanazawa und im zweiten Teil von Shuseki Shihan Murakami geleitet. Der Schwerpunkt im ersten Teil lag auf der korrekten Ausführung der Stellungen. Im zweiten Teil haben wir Heian Shodan geübt, intensiv unter Beachtung und Erläuterung der Prinzipien. Die Teilnehmer mussten hier mindestens den Gondan haben! Das Training der Gruppe bis Yondan fand im Anschluss statt.
Die Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Papier weiterzugeben, ist schlicht unmöglich. Wir werden sie aber stets in unser Training einbauen, auf den Lehrgängen vermitteln und insbesondere in unsere Kampfrichtertätigkeit einfließen lassen.


Am Samstagabend fand das Bankett für die Teilnehmenden statt. Gelegenheit, um sich im persönlichen Gespräch für zukünftige Lehrgänge oder einfach mal über das gelernte auszutauschen. Hier hatten wir auch endlich die Chance, uns in Ruhe mit den Mitgliedern das SKI Vietnam, der von André Quester aus dem Dojo Nobunaga (Aalen) gegründet wurde. Es war ein herzliches Wiedersehen.
Zum Abschluss fand am Montagmittag ein Sakura-Kirschblütenfest am Tama Fluss in der Nähe der Inoki Bahnstation statt. Der vorgelebte Gedanke S.K.I.F. mit dem hintergründigen Gedanken Familie im letzten Buchstaben wurde durch diese gesellige Runde gelebt.

Internationales Seminar 2025 Weiterlesen