Erfolg für S.K.I.D.: Drei Silber- und vier Bronzemedaillen in Heraklion

Vom 25. bis 27. April 2025 fand in Heraklion auf Kreta, Griechenland, die 16. Europameisterschaft des Karateverbandes S.K.I.E.F. (Shotokan Karate-Do International European Federation) statt. 780 Karateka aus 21 Nationen starteten in zahlreichen Kategorien, Alters- und Gewichtsklassen. Mitten unter ihnen: das deutsche Nationalteam des S.K.I.D., das mit 21 Athletinnen und Athleten stark vertreten war. Das Team erkämpfte über die drei Wettkampftage drei Silber- und vier Bronzemedaillen.

Das deutsche Nationalteam des S.K.I.D. reiste in diesem Jahr mit 21 Athletinnen und Athleten nach Kreta. Die Altersstruktur der Teilnehmer reichte von 17 bis 46 Jahren und bot somit eine ausgewogene Mischung aus Wettkampf-Neulingen und erfahrenen Kämpfern.
Komplettiert wurde das deutsche Aufgebot durch drei Coaches und sechs Kampfrichter. Der Vorsitzende des S.K.I.D., Eugen Landgraf Sensei, 8.Dan, repräsentierte den Verband bei den offiziellen Terminen und nahm als Mitglied der S.K.I.E.F.-Schiedsrichter-Kommission eine zentrale Rolle bei der Organisation und Durchführung der Wettkämpfe auf der anderen Seite der Wettkampfflächen ein.

Bereits vor dem Beginn der Europameisterschaft reiste das Team an, um sich zu akklimatisieren. Die Starter nutzen die Möglichkeit, an zwei Tagen zu trainieren und noch einmal Kata-Abläufe und Kumite-Kombinationen zu vertiefen.

Sechs Mitglieder des deutschen Teams nahmen an der internationalen Schiedsrichterschulung teil und frischten ihre Kenntnisse auf bzw. bereiteten sich auf die Lizenzprüfungen vor. Roman Gerolt, Thomas Rockmann, Andy Schnirel und Andreas Trautwein legten am Donnerstag erfolgreich ihre Lizenzprüfungen unter den strengen Augen der Schiedsrichter-Kommission ab.

Erster Wettkampftag: Jugend- und Master-Kategorien

Die Wettkampftage begannen jeweils früh: Täglich um 7:15 Uhr erfolgte der Transfer des Teams vom Hotel zur Wettkampfstätte. Die Rückfahrt fand nach Abschluss der Medaillen-Zeremonien statt, so dass man erst gegen 21 Uhr wieder im Hotel eintraf. Auch die ein oder anderen technischen Probleme auf Seiten der Organisation führten zu diesen langen Wettkampftagen. Die Stimmung im Basketballstadion in Heraklion war an allen drei Tagen ausgezeichnet. Fans aus zahlreichen Nationen unterstützten ihre Teams lautstark und sorgten für eine besondere Atmosphäre, bei der es manchmal schwer war, die Anweisungen des Coaches oder der Kampfrichter zu verstehen.

Am ersten Wettkampftag wurden die Wettbewerbe in den Jugend- und Veteranen-Kategorien ausgetragen. Besonders die erfahrenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des deutschen Teams konnten ihr Können unter Beweis stellen und erzielten vier Medaillen:

  • Anna-Maria Kubelke: Silbermedaille in der Kategorie Kumite Women Masters 1
  • Michael Surkau: Silbermedaille in der Kategorie Kumite Men Masters 1
  • Roman Gerolt: Bronzemedaille in der Kategorie Kumite Men Masters 1
  • Marcus Ebertseder: Bronzemedaille in der Kategorie Kata Men Masters 1

Marco Weber erreichte im Kata-Wettbewerb Masters 2 den undankbaren vierten Platz, dicht gefolgt von Andy Schnirel, der den fünften Platz belegte. Im Kumite schied Marco Weber im Viertelfinale aus.
Illary Chang Masias konnte bei seinem EM-Debüt in der Kategorie “Kata Male U18” einen starken 5. Platz erreichen. Pia Lüdemann und Hannah Gotthard starteten ebenfalls zum ersten Mal auf einer Europameisterschaft und schieden bereits in den Vorrunden trotz starken Leistungen aus.

Zweiter Wettkampftag: Besondere Ehren für Asano Shihan und Miura Shihan

Bevor am zweiten Wettkampftag die Altersklassen 18 bis 39 Jahre im Fokus standen, verlieh der Dachverband S.K.I.F. den 10. Dan an Hanshi Shiro Asano und Shihan Soshi Masaru Miura.

Anschließend begannen die spannenden Wettkämpfe der Aktiven. Es gingen 10 deutsche Teilnehmer in verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen an den Start. Trotz engagierter Leistungen konnte an diesem Tag keine weitere Medaille errungen werden. Paul Gebauer erreichte im Kata-Wettbewerb das Halbfinale und verpasste den Einzug in das Finale knapp und belegte den 9. Platz.

Dritter Wettkampftag: Team-Wettbewerbe

Am dritten und letzten Wettkampftag folgten die Team-Wettbewerbe, bei denen das deutsche Nationalteam mit zwei Kata- und drei Kumite-Teams vertreten war. In spannenden Begegnungen konnten weitere Podestplätze gesichert werden:

  • Team Kata Master Mix 1: Marco Wäger, Roman Gerolt, Andy Schnirel, Bronzemedaille
  • Team Kumite Master MN 40+: Michael Surkau, Roman Gerolt, Marcus Ebertseder, Marco Weber, Bronzemedaille
  • Yakusoku Kumite -100 Jahre: Roman Gerolt und Andy Schnirel, Silbermedaille

Fazit

Aus deutscher Sicht war die Europameisterschaft ein gelungener Erfolg. Mit insgesamt sieben Medaillen – drei Silber- und vier Bronzemedaillen – präsentierte sich das deutsche Team stark. Besonders die Masters konnten durch ihre Erfahrung überzeugen, während die jüngeren Athletinnen und Athleten wichtige internationale Wettkampferfahrung sammelten. Bundestrainer Akio Nagai, der für die EM aus Japan angereist war, zeigte sich erfreut über die Erfolge des deutschen Teams. Uwe Fünfstück sorgte mit seinem Engagement bei der Reiseplanung, der Auswahl des Hotels und der Berücksichtigung individueller Bedürfnisse für optimale Bedingungen für die Starter. Die Coaches Julia Wehnert, Tim Häckel und Marco Wäger leisteten hervorragende Arbeit in der Vorbereitung und Betreuung der Sportler.