Über Ostern 2024 entsendete der S.K.I.D. e.V. die Dojoleiter und Kampfrichter Roy, Andy und Marco zur Weiterbildung nach Tokyo, um am diesjährigen internationalen S.K.I.F.-Seminar teilzunehmen.
Unterstützt von weiteren deutschen Teilnehmern aus Pirna und Köln trainierten wir mit knapp 260 Teilnehmern aus aller Welt in bis zu 6 Gruppen, je nach Graduierung oder Schwerpunkt, gleichzeitig. Teilweise konnte man sich die Einheit selbst wählen.

Es wurde an drei Trainingstagen eine solche Fülle von Informationen vermittelt, dass es schwerfiel, trotz fleißigen Dokumentierens und Rekapitulierens, alles zu behalten. Über theoretische und praktische Kampfrichter-Ausbildung, die speziellen Kumite Formen des S.K.I.F. die Vertiefung bzw. Erlernung vieler hoher Kata (nebst Anwendungen), wurde auch der didaktische Aufbau des Kihons und Tipps für Kumite-Training gelehrt. Dementsprechend teilten sich die deutschen Teilnehmer auf, um so viel wie möglich aufzusaugen:
Eines der Highlights war das gemeinsame Training mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil Tokyo, der alljährlich die riesige Sporthalle für das internationale S.K.I.F.-Seminar zur Verfügung stellt. Beeindruckend, mit welcher Ernsthaftigkeit und welchem Eifer selbst Weiß-und Gelbgurte – die teilweise nicht älter als 5 oder 6 Jahre alt sein mochten – mittrainierten.
Die versammelten japanischen S.K.I.F.-Instruktoren waren mit großem Enthusiasmus und Sorgfalt dabei ihr reichhaltiges Wissen an alle Teilnehmer zu vermitteln, um so einen möglichst hohen technischen Standard in im gesamten S.K.I.F. zu gewährleisten.

Insbesondere Shuseki-Shihan Murakami und Kancho Nobuaki Kanazawa war deutlich anzumerken, wie wichtig Ihnen der enge Zusammenhalt der weltweiten S.K.I.-Familie ist. Und wie Sie bemüht sind das Erbe von Hirokazu Kanazawa mit ihrer eigenen Art und Ausstrahlung am Leben zu halten.
Dies belegen auch die große Mühe der Organisatoren und die verschiedenen Events rund um das Training. So gab es Samstagabend für alle Teilnehmer eine große Party mit reichhaltigem Buffet, bei der man mit vielen Karateka aus aller Welt ins Gespräch kam – sowie ein gemeinsames Picknick unter Kirschbäumen am Montagvormittag.
Eingebettet in die japanische Gastfreundschaft und die generell sehr angenehme Kultur kehrte man mit vielen Impressionen, Anregungen aber auch „Hausaufgaben“ zurück.
