Das diesjährige internationale Kyu-Turnier und der Nagai-Cup fanden zur Feier des 50 jährigen Bestehen des Dojo Kiyomasa in Neuburg an der Donau statt. Die Wettkämpfe wurde aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen an zwei Tagen ausgetragen. Neben den 14 S.K.I.D.-Dojos, die mit Startern an den beiden Wettkampftagen vertreten waren, nahmen auch Teams aus Belgien, Italien, Österreich und der Schweiz teil. Als besondere Gäste konnte Dojoleiter Ralf Köchl den deutschen Bundestrainer Shihan Nagai, den italienischen Bundestrainer Shihan Miura und den schweizer Bundestrainer Shihan Koga begrüßen.
Das Kyu-Turnier begann am Samstag um kurz nach elf nach einem Grußwort des Neuburger Oberbürgermeisters, Herrn Dr. Bernhard Gmehling auf fünf Wettkampfflächen.
Alle Kategorien wurden bis zum Endergebnis ausgetragen. Wie immer begannen die Jüngsten mit Kata. Am Ende des Wettkampftages wurden die Wettkämpfer der Kumite-Mannschaften ausgetragen.
Als beste Kämpferin erhielt Yilka Kosumi (Schweiz) einen Sonderpokal, ebenso wie Malte Spengler (Ouchi Dresden) als bester Kämpfer. Beide siegten sowohl in ihren beiden Einzeldisziplinen, als auch in einer Mannschaftskategorie.
Der Start des Nagai-Cups am Sonntag war um 10.00 Uhr vorgesehen. Zu einer kleinen Verzögerung kam es weil Shihan Miura sehr anschaulich demonstrierte und auch erklärte, wie Karate auch im hohen Alter ohne größeren Kraftaufwand ausgeführt werden kann. Zentraler Aspekt war die Hüftbewegung, zum Beispiel durch wegdrehen bei der Abwehr infolge eines Angriffs.

Die Kämpfer waren beim Nagai Cup altersmäßig und nach Geschlecht aufgeteilt, teilnehmen konnten über 18-Jährige ab dem 3. Kyu. Es gab Gruppen von 18 bis 39 Jahren und ab 40 Jahren.
Bei den Katawettbewerben zeigten alle Starter in den verschiedenen Kategorien sehr gute Leistungen und die Entscheidungen fielen oftmals knapp aus. Bei den Damen siegte Maria Imboden aus der Schweiz und Luca Brodinger aus Österreich erreichte den ersten Platz bei den Herren.
Jessica Hüssy und Fiorigi Vavala, beide aus der Schweiz, gewannen in den Klassen ab 40 Jahren.
Die Kumite-Wettkämpfe fanden auf sehr hohem Niveau statt und verliefen auch aufgrund der ausgezeichneten Schiedsrichterleistungen weitgehend verletzungsfrei.
In der Damen-Kumite-Kategorie setzte sich Elisa Pea aus Italien gegen ihre Konkurrentinnen durch. Bei den Herren siegte Boris Rudic aus Belgien.
Wie schon bei Kata sicherte sich Jessica Hüssy den Sieg im Damen-Kumite ab 40.
Die erstmals beim Nagai-Cup ausgetragenen Mannschaftswettbewerbe, auch als Ländervergleichskämpfe bezeichnet, dominierten die Karatekas aus Italien. Sie gewannen die Kumite-Wertung der Damen und der Herren und ebenfalls den Vergleich der Kata bei den Damen. Das Team Österreich siegte bei Kata-Team-Herren. Den Wanderpokal des Cups durfte Jessica Hüssy aus der Schweiz nach Siegen in Kata und Kumite mit nach Hause nehmen.
