Sommergasshuku in Oberkochen

Das diesjährige Sommergasshuku fand vom 27. bis 30. Juli in Oberkochen statt und wurde vom Dojo Tesshu Oberkochen ausgerichtet. Unter der Leitung des Bundestrainers des S.K.I.D., Nagai Shihan, 9. Dan, und Shuseki Shihan Manabu Murakami, 8.Dan, nahmen mehr als 150 Karateka an den vier Trainingstagen teil. Unterstützt wurden die beiden japanischen Großmeister durch Eugen Landgraf Sensei, 8. Dan, Antonio Ceferino, 7. Dan und Frank Stuckemeier, 7.Dan.

Jeder Trainingstag begann mit einer intensiven Kihon-Einheit, die von Murakami Shihan geleitet wurde. Der Fokus des japanischen Chefinstruktors lag auf der Verfeinerung der Grundtechniken und deren verschiedenen Bewegungsprinzipien. Immer wieder rief der japanische Gasttrainer die Teilnehmer zusammen und erklärte detailreich verschiedene Techniken und -kombinationen. Dabei gelang ihm der Spagat sowohl die Unterstufe als auch hohe Danträger zu begeistern und Inspirationen für das eigene Training mit auf dem Weg zu geben.

In der zweiten Trainingseinheit wurde der Schwerpunkt entweder auf die verschiedenen Kata-Abläufe oder Kumite-Formen gelegt. Die Teilnehmer wurden basierend auf der Graduierung in verschiedene Gruppen aufgeteilt und so konnte an den jeweiligen Wissensstand angepasst trainiert werden. Standen in der einen Trainingsgruppe das Timing einer Technik mit dem korrekten Einsatz von Kime im Vordergrund, übten die anderen Gruppen beispielsweise das seitliche Ausweichen oder das schnelle Überwinden von größeren Distanzen. Auch bei den Kata-Abläufen wurden verschiedene Schwerpunkte gesetzt, die alles in allem darauf abzielten die Kata und einzelne Techniken korrekt auszuführen sowie den Rhythmus einer Kata zu verändern

Nach zwei intensiven Trainingstagen stand am Samstag der Höhepunkt für eine Vielzahl der Teilnehmer des Sommergasshuku an. Nach einer intensiven gemeinsamen Trainingseinheit wechselten die Kyu-Prüflinge in eine separate Halle und stellten sich dort den strengen Augen der Prüfer. Im Anschluss folgten die Danprüfungen, die wie in den letzten beiden Jahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Währenddessen trainierten die restlichen Karateka unter der Leitung von Frank Stuckemeier und Fernando Mendoza aus Spanien.

Die bestandenen Prüfungen wurden gebührend am Samstagabend im Rahmen der Sayonara-Party in der Scheerer‐Mühle, gefeiert. Nachdem der Hunger und Durst gestillt waren, wurde bis tief in die Nacht die Tanzfläche unsicher gemacht.


Beim Abschlusstraining am Sonntagvormittag wurden die Teilnehmer beim Kata-Training gefordert, bei dem nicht nur der Körper, sondern auch der Kopf gefordert wurden, da die Abläufe auch spiegelverkehrt geübt wurden.
Viel zu schnell waren die vier Trainingstage des Sommerlehrgangs vorbei und ein großer Dank gilt an dieser Stelle Antonio Ceferino Sensei und seinem Team für die Ausrichtung des diesjährigen Sommergasshuku. Die verschiedenen Freizeitangebote und die abwechslungsreichen Abendveranstaltungen bildeten passende Rahmenbedingungen für die schweißtreibenden Trainingstage.